Hospitalhof Stuttgart | Evangelisches Bildungszentrum

Innovationspreis für Kreisbildungswerk

Projekt „Salam – Frieden machen“ gewinnt Innovationspreis

Gewonnen! Mit dem 1. Platz „Innovationspreis ethische Weiterbildung“ 2017 (IEW 2017) wurde das Projekt „Salam – Frieden machen“ ausgezeichnet. Für das Projekt waren ehemalige Bürgerkriegskämpfer von „Fighters for Peace“, Beirut, im September 2017 nach Deutschland gereist, um mit syrischen Flüchtlingen in Stuttgart über Kriegserfahrungen, Traumata und die Reintegration ins zivile Leben zu sprechen. In Workshops arbeiteten ehemalige Kämpfer und Flüchtlinge zu Themen wie Mediation, Konflikttransformation und die Entwicklung positiver Zukunftsperspektiven.

Das Projekt ist eine Kooperation der evangelischen Kirchengemeinde Stuttgart-Obertürkheim, des Evangelischen Kreisbildungswerks Stuttgart und der libanesischen NGO „Fighters for Peace“. Wichtige Vor- und Beziehungsarbeit wurde von der Stipendiatin Daad Ibrahim geleistet: Die Mitarbeiterin von „Fighters for Peace“ arbeitete im November 2016 mehrere Wochen lang in der evangelischen Gemeinde Obertürkheim mit syrischen Flüchtlingen zusammen.

Die Karl Schlecht Stiftung mit Sitz in Aichtal und Berlin und die Kirchliche Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg
(KiLAG) schrieben den Innovationspreis zum ersten Mal für innovative ethische Weiterbildungsangebote von kirchlichen Bildungsträgern aus, um wegweisende Projekte zu honorieren. Der 1. Preis ist mit 5000 Euro dotiert.
Das Projekt „überzeugte das Preiskomitee in seiner Innovation und auch im Blick auf seine starke individuelle Förderung einer an ethischen Werten orientierten Persönlichkeitsbildung“, so die Veranstalter. Das Geld fließt in die weitere Projektarbeit von „Salam – Frieden machen“ der drei in Stuttgart ausgezeichneten Kooperationspartnerinnen Christina Förch („Fighters for Peace“), Andrea Seefeld (Evangelisches Kreisbildungswerk
Stuttgart) und Friederike Weltzien (evangelische Kirchengemeinde Obertürkheim). Die KiLAG umfasst 98 Einrichtungen der Erwachsenenbildung der fünf beteiligten Kirchen der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Erzdiözese Freiburg, der beiden Evangelischen Landeskirchen in Baden und in Württemberg sowie der Evangelisch-methodistischen Kirche.